5 Missverständnisse über Website-Texte

5 Missverständnisse über Website-Texte

Vielleicht kennst Du ja auch einige? Mir begegnen sie jedenfalls immer wieder: Häufige Missverständnisse über Online-Texte, die pauschal und deshalb irreführend sind. „Welche Textlänge ist am besten?“, ist zum Beispiel eine der Fragen, die mir am häufigsten begegnen. Ich zeige Dir, worauf es wirklich ankommt, wenn Du Deine Texte auf Website und Blog verbessern möchtest. Und auf welche Aussagen Du Dich besser nicht verlassen solltest.

Als ich vor ein paar Jahren meine erste eigene Website getextet habe, wollte ich vor allem eines: Alles perfekt machen. Und ja, das ist auch für eine Webtexterin eine böse Falle 😆

Denn beim eigenen Business ist man bekanntlich immer mit dem blinden Fleck konfrontiert.

Während ich den ganzen Tag nichts anderes mache, als für andere Selbstständige und für größere Unternehmen Texte zu schreiben, habe ich bei meinem eigenen Thema erst einmal den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen und bin vor einer sprichwörtlichen weißen Wand gestanden. Oder besser gesagt vor dem weißen Sheet am Bildschirm gesessen. Mit blinkendem Cursor.

Typisch für mich ist, dass ich bei Unsicherheit oder in Krisen sofort auf Informationssuche gehe. Was habe ich also gemacht? Online recherchiert, Bücher gewälzt. Noch mehr Know-how gesammelt, noch mehr Fachwissen angelesen – obwohl ich ja in der Praxis für meine Kunden schon längst alles vielfach erfolgreich angewendet hatte.

Vielleicht kennst Du das ja von Deinem „Website-Projekt“ (als welches es dann oft für laaaange Zeit ausartet, bevor die Homepage das Licht der Welt erblickt)? Du liest hier dieses, hörst dort jenes, suchst nach Patentrezepten und Erfolgsgarantien für DIE gelungene Website. Und das Einzige, was in Dir wächst, ist: Die Verunsicherung.

 

Ich zeige Dir, welche häufigen Missverständnisse und fehlleitenden Aussagen Du getrost vergessen kannst – und wie Du stattdessen auf produktive Art zu sinnvollen Inhalten für die Texte auf Deiner Website kommst.

Online-Texte: Mit 5 Missverständnissen aufgeräumt

1. “Texte sind nicht wichtig”

Wie oft habe ich das schon gehört oder gelesen? Die Menschen würden sich auf Websites ohnehin nur für die Optik – sprich das Design – interessieren, und Text wäre überflüssig. Online liest ja eh niemand, also kann man sich die Mühe gleich sparen.

Richtig ist: Website-User lesen nicht Wort für Wort, sondern „scannen“ einen Text. Sie überfliegen den Inhalt und schenken unserer Website erst einmal nur ein paar Sekunden ihrer Aufmerksamkeit.

Das heißt für Dich: Der Text ist umso wichtiger! Genau der passende Text nämlich – jedes Wort zählt. 😊 Sodass Du Deine(n) BesucherIn überzeugst und sie oder er sich länger mit Deinem Angebot beschäftigt. Die Texte auf Deiner Website sind Dein Verkaufstool! (mehr dazu später…)

Übrigens gilt in Fachkreisen immer noch: Form folgt Funktion. Der Text ist die Funktion, das Design gibt die Form. Natürlich ist beides gleich wichtig und wertvoll, muss jedoch in der richtigen Reihenfolge umgesetzt werden. Ich arbeite bei all meinen Projekten mit großartigen WebdesignerInnen zusammen. Und in der Regel entsteht zuerst der Text. Denn wenn wir andersrum starten würden, hätten wir alle viel mehr Arbeit, mehr Überarbeitungsschleifen und letztlich weniger Erfolg. Sozusagen das Pferd von hinten aufgezäumt.

Mehr zum Stellenwert von Website-Texten kannst Du auch in meinem Blogartikel „Was Dir bessere Webtexte bringen: 8 Vorteile“ nachlesen.

 

2. “Es gibt EINE richtige Textlänge”

Die Einen sagen: Ein Website-Text darf nicht zu lang sein (liest ja keiner, wie gerade schon besprochen 😉). Andere behaupten: Der Text muss lang sein, sonst wirst Du in der Suchmaschine nicht gefunden. Stimmt´s – hast Du auch schon beides gehört?

Die Wahrheit zu diesem Thema ist: Du musst selbst herausfinden, welche Länge für Deinen individuellen Website-Text auf einer bestimmten Unterseite Sinn macht. Ja, leider. Das klingt nach Arbeit – und ist es auch.

An diesen Kriterien kannst Du Dich dabei orientieren:

Welches Ziel hat die Seite oder Unterseite, um die es geht?

Wie viel Text brauchst Du, um Deine Botschaft oder die Leistung auf dieser Seite gut rüberzubringen?

Bei Verkaufsseiten: Wie teuer ist das Angebot, das Du auf dieser spezifischen Seite verkaufen möchtest? Hier gilt die Faustregel „Je hochpreisiger, umso mehr Text” – weil Du vorab Glaubwürdigkeit und Vertrauen aufbauen möchtest.

 

3. “Das Wichtigste sind die Keywords”

Auch das ist leider nicht ganz richtig. Weder ist Suchmaschinenoptimierung das Allerwichtigste, noch die Keywords. Vielmehr geht es darum, dass Deine „Zielperson“, also Deine Wunschkundin, auf Deiner Website findet, was sie sucht. Das kann eine Information, Unterhaltung, Know-how oder ein konkretes Angebot sein. Wir suchen im Internet nach Informationen.

Und sowohl Deine Website-Besucher selbst als auch Google bewerten Deine Website danach, ob sie eine gesuchte Information auf Deiner Website finden. Und zwar verständlich und umfassend genug dargestellt. Die Keywords dienen einzig als Hilfestellung für den Suchenden (auch Google), um Informationen zu einem bestimmten Thema zu finden. Abholen musst Du sie oder ihn dann aber mit Deinen Inhalten – und zwar über Deine Website-Texte.

Wenn du tiefer in das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) eintauchen möchtest, dann lies gerne in meinen SEO-Praxistipps zur Lesbarkeit und in meinem Blogartikel „SEO für Anfänger 2021“ nach.

 

4. “Ein kurzer Onepager reicht ja sicher!”

„Ich möchte nur mein Angebot ganz kurz darstellen und so eine Art Online-Visitenkarte haben.“ Doch da liegt leider ein kleiner Irrtum versteckt: Eine Visitenkarte ist traditionell aus Papier 😊 und die Zeit der „Online-Visitenkarten“ liegt auch schon mehrere Jahrzehnte zurück. 

Bei rund 1,83 Milliarden Websites (Stand Jänner 2021), die weltweit zu finden sind, kann man sich die Mühe da wohl eher sparen. Denn gefunden wird so eine „Online-Visitenkarte“ nur dann, wenn man davor die echte Visitenkarte aus Papier verteilt.

Und meine Erfahrung zeigt: Wenn Du erst einmal eine Website hast, möchtest Du auch, dass sie performt! So ist es eigentlich immer – einmal Lunte gerochen auf der digitalen Bühne, und man möchte dazugehören.

 

5. “Mit Texten verkauft man nichts!”

In diesem Satz sollte man im Idealfall ein “noch” einfügen. Denn wenn wir Strategie und Arbeit in die eigene Website investieren, sollte bald das Gegenteil der Fall sein! Deine Website-Texte sind tatsächlich Deine Online-Verkäufer.

Warum? Um Deine idealen Kunden auf die Website zu lotsen, helfen Dir andere Kanäle: Vielleicht Deine Aktivitäten auf Social-Media-Plattformen, Dein Newsletter, Events oder Online-Events, Networking oder Empfehlungen.

Doch hast Du diesen wichtigen Schritt geschafft, dann geht es um Überzeugungsarbeit: Jene Interessenten, die auf Deiner Website landen, möchtest Du für Dich und Dein Angebot begeistern. Und dafür brauchst Du natürlich auch ein ansprechendes Design, eine übersichtliche Website-Struktur und Menüführung, und ein paar Dinge mehr. ABER: Deine Website-Texte spielen hier die Hauptrolle!

Und helfen Dir letzten Endes wesentlich dabei, Deine Angebote zu verkaufen.

 

Gute Website-Texte: Woher nehmen?

Wie kommst du jedoch zu Website-Texten, die Dich tatkräftig im Verkauf unterstützen? Selbst schreiben oder texten lassen, ist die Frage. Was macht wann für wen mehr Sinn? Darüber erzähle ich Dir gerne nächste Woche mehr.

 

Frischer Wind für Deine Website-Texte

Noch gibt es mein kostenloses Workbook „Website Detox – Die Frühlingskur für Deine Website-Texte“. Mit den Anleitungen und Checklisten darin machst Du Deine Website fit für neue Interessenten, die Du in Kunden verwandeln kannst.

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