So planst du deine Marketingkosten

Marketingkosten planen: Das Budget brauchst du

Schon ab dem Start deiner Selbstständigkeit musst du regelmäßige Marketingkosten für dein Business einplanen: Für die Neukundengewinnung oder das Bewerben deiner Angebote an Bestandskund*innen brauchst du digitale oder Offline-Marketingtools und investierst für dein Wachstum regelmäßig für mehr Präsenz, Bekanntheit oder Reichweite.

 

Gerade im Online-Business-Zeitalter tauchen zum Thema Marketingkosten meist viele Fragezeichen auf. Kein Wunder bei den vielen widersprüchliche Empfehlungen, Meinungen und oft kurzlebigen Hypes rund um Marketingmethoden und Kommunikationskanäle.

 

„Muss“ man als Selbstständige*r Google ads schalten? Bei Meta in Werbeanzeigen investieren? Und welche Bezahl-Tools braucht man für sein Marketing, um E-Mail-Liste und Videokonferenzen zu bespielen, Grafiken und Designs zu erstellen… und so weiter?

 

Wie hoch die Marketingkosten für ein Businessjahr ausfallen, um die angepeilten Erfolge im Markt zu erzielen, ist für viele Unternehmer*innen gerade in den ersten Jahren schwer abzuschätzen.

 

Ich zeige dir in diesem Artikel die Schlüsselfaktoren, mit denen du dein Marketingbudget planbar machst.

So berechnest du deine Marketingkosten in 4 Schritten

 

Schritt 1: Marketingziele

Der erste Schritt beim Berechnen deines Marketingbudgets ist immer das Festlegen von Zielen. Was möchtest du mit deinem Marketing erreichen: Neukunden gewinnen? Bestehende Kunden für Angebote gewinnen? Reichweite auf Social Media aufbauen? Deine E-Mail-Liste füllen? Oder Traffic auf deine Website leiten und deine Seitenaufrufe steigern? Deine Marketingziele sind jedenfalls die Basis für die spätere Erfolgsmessung.

Tipp: Achte darauf, dass deine Ziele messbar sind!

 

Schritt 2: Realitätscheck

Je nach Marketingziel startest du eine passende Kampagne und kannst das entsprechende Budget abschätzen: Für eine Kampagne zum Erhöhen deiner Markenbekanntheit (Brand Awareness) werden die Marketingkosten höher ausfallen als bei einer einmaligen Lead-Kampagne für ein Angebot. Recherchiere die anfallenden Kosten für das Erreichen deiner spezifischen Marketingziele. Und finde heraus, wieviel Zeit du in die Umsetzung deiner Marketingaktivitäten investieren musst.

 

Schritt 3: Kalkulation mit Puffer

Für die Budgetierung deiner Marketingkosten musst du zuerst ein Verständnis für deine Unternehmenszahlen entwickeln. Auf dieser Basis berechnest du mit einer der beiden gängigen Methoden deine Marketingkosten:

 

#1 Prozentsatz vom Umsatz

Die einfachste Methode besteht darin, das Marketingbudget vom Umsatz abhängig zu machen. Steht dein Unternehmen noch ganz am Anfang, dann ziehst du dafür den geschätzten Umsatz für das erste Geschäftsjahr heran. Als durchschnittlicher Richtwert gelten rund 10 Prozent des Umsatzes. Jedoch liegen die Marketingkosten bei der Neukundenakquise häufig über diesem Wert, bei Aktionen für bestehende Kund*innen hingegen deutlich niedriger.

Rechenbeispiel: Du machst 50.000 € Umsatz pro Jahr und kannst rund 5.000 € in dein Marketing investieren.

 

#2 Customer Lifetime Value

Diese zweite Berechnungsmethode liefert ergänzend aussagekräftigere Informationen: Hier berechnest du den Wert, den eine neue Kundin oder ein neuer Kunde langfristig für dein Unternehmen haben wird. Dazu wird der Umsatz geschätzt, den eine Neukundin zum Beispiel in den ersten drei Jahren der Zusammenarbeit bringen wird. Aus der Differenz zu den direkt zurechenbaren Marketingkosten für diesen Kunden ergibt sich der Deckungsbeitrag. Diese Kennzahl zeigt schließlich den Customer Lifetime Value (CLV) oder Kundenwert.

Rechenbeispiel: Dein Kunde kauft zweimal im Jahr ein Angebot für 1.000 € bei dir und dein Deckungsbeitrag beträgt 30% (=300 €). Dann ergibt sich folgende Rechnung: Kundenwert = 3 (Jahre) x 2 (Käufe pro Jahr) x 300 € =  1.800 €

Liegen die Marketingkosten für einen Verkauf an einen Kunden unter 1.800 €, hast du Gewinn gemacht. Kunden, die mehr als einmal wiederkaufen, gehören für dich außerdem einer wertvolleren Kundengruppe an als andere.

 

Schritt 4: Outcome-Kontrolle

Für die Ergebniskontrolle vergleichst du regelmäßig deinen Plan mit der Ist-Situation und optimierst für das folgende Jahr.

 

Die Planung deiner Marketingkosten kannst du mit diesen Fragen starten:

  • Wie hoch war mein Umsatz im vergangenen Jahr?
  • Wie hoch waren meine Marketingkosten im vergangenen Jahr?
  • Wie hoch war der Anteil der Marketingkosten am Umsatz?
  • Wie lange bleiben meine Kund*innen im Durchschnitt an Bord?
  • Wie viele Käufe tätigt ein einzelner Kunde?
  • Wie viel Umsatz und Deckungsbeitrag bringt mir ein Kauf?

 

Fazit: Plane deine Marketingkosten für deinen Business-Erfolg

Häufige Fehler bei der Marketingbudgetierung sind die fehlende Erfolgskontrolle, das Übersehen einzelner Ausgaben und eine zu kurzfristige Budgetplanung. Ein genauer Überblick verschafft dir von Jahr zu Jahr mehr Sicherheit in deiner Planung, sodass die Kosten Schritt für Schritt mit dem Umsatz mitwachsen können.

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Jasmin Reif-Medani

Jasmin Reif-Medani

Ich bin Jasmin Reif-Medani und mache Selbstständige und Unternehmen mit besseren Texten online sichtbar.

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