Klare Worte: 6 Schreibtipps für wirksame Webtexte

Klare Worte: 6 Schreibtipps für wirksame Webtexte

Gibt es eigentlich Richtlinien für Online-Texte? So etwas wie allgemeingültige Schreibregeln für Webtexte, wirksame Blogartikel und Website-Texte? Diese Fragen beantworte ich immer wieder gerne, von mir gibt es dazu ein klares: Ja, ja und nochmals ja!

Denn das Web folgt seinen eigenen Regeln, und das gilt auch für die Texte im Internet – egal ob BlogbeiträgeUnternehmenswebsite oder Landing Page

Wir lesen Webtexte einfach nicht so aufmerksam wie Bücher oder Printmagazine, sondern scannen die Inhalte auf der Suche nach Mehrwert. Unsere Aufmerksamkeitsdauer ist kurz, der User ist dauerabgelenkt und schnell wieder weg. Aber wie kann es gelingen, ihn bei der Stange zu halten?

 

 

6 Schreibregeln für Webtexte

„Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten.“ Das liest sich fast, als hätte Joseph Pulitzer das Internet vorausgeahnt, oder? 

Die Tipps von dem berühmten Journalisten, Herausgeber und Zeitungsverleger (und Stifter des bekannten Pulitzer-Preises) sind im Gegensatz zur digitalen Welt allerdings mehr als hundert Jahre alt. Und dennoch waren sie nie aktueller als heute. 

Gerade in den Schreibregeln für Webtexte findet sich so einiges, das wohl schon zu Pulitzers Zeiten für Druckwerke gegolten hat.

So schreibst Du wirksame Webtexte, die beim User ankommen:

 

1. Kleine Häppchen

In jedem neuen Absatz formulierst Du EINEN Gedanken aus. Einen einzigen Gedanken, schlüssig und nachvollziehbar – und vor allem mit Informationswert oder Unterhaltungswert für den Leser.

 

2. Appetitlich angerichtet

Kurze Sätze sind das A und O in Blogartikeln und auf (Unternehmens-)Websites. Keine langen Wortschlangen. Keine komplizierten Schachtelsätze. Sehr zu empfehlen sind auch Überleitungswörter zu Beginn des nächsten Satzes. Denn dafür belohnt Dich sogar Google – die Suchmaschine mag Verbindungswörter und wertet sie als positives Signal in der Suchmaschinenoptimierung (SEO).

 

3. Leicht zu verdauen

Komm auf den Punkt! Der rote Faden leitet Deinen Leser durch Deine Gedanken und hilft, Deinen Inhalt verständlich zu machen. Überlege Dir vorher Deine Grundaussage und leite den User leicht und flockig durch Deine Argumente. Vermeide komplexe Theorien und gedankliche Lücken, die dazu führen, dass sich der Leser selbst zusammenreimen muss, was Du meinst. Klingt für Dich nach Schulaufsatz? Dann geht´s zurück zum Start – denn genau das soll es nicht sein! 😉

 

4. Gute Hausmannskost

Verwende Wörter aus dem allgemeinen Sprachgebrauch, die klar und eindeutig verständlich sind. Kein Marketing-Sprech, kein Fachchinesisch aus Deinem Beruf. Nicht jeder Deiner Leser ist ein hochrangiger Kollege oder angehender Nobelpreisträger, sondern vielmehr ein ganz normaler Mensch, den Du für Dein Angebot begeistern möchtest. Deine Expertise kannst Du anders einbauen als durch eine fachlich hervorragende, aber letztlich unverständliche Wortwahl.

 

5. Menü im Sprechstil

„Schreibe nach der Spreche!“, so habe ich es zu Beginn meiner Schreibkarriere in der Redaktion eines renommierten österreichischen Printmediums gelernt. Und dieser einfache und zugleich genial plakative Hinweis klingt mir bis heute in den Ohren. Was soll das wieder heißen? Ganz einfach: Du stimmst Wortwahl, Satzbau und Grammatik im Gesamtkonzept sozusagen auf „Sprechsprache“ ab. Den Test machst Du, indem Du Dir Deinen Text selbst vorliest und genau zuhörst: Spreche ich so? Und noch viel wichtiger: Sprechen meine Kunden und meine Leser so?

 

6. Schokostreusel on top

Wenn Du jemals eine Unternehmenssprache (Corporate Language) mit spezifischen Begriffen und Richtlinien für Deine Marke oder Dein Unternehmen definiert hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt zur intensiven Nutzung dieser Ressource: Orientiere Dich daran und Du schaffst ein rundes Ergebnis, das die Marke stärkt!

 

 

Noch mehr Schreibtipps gefällig?

Für weitere Tipps rund um Webtexte, Blogartikel, Website-Texte, aber auch rund um das Schreiben an sich habe ich einen Buchtipp für Dich: „Deutsch für junge Profis“ von Wolf Schneider beantwortet viele Fragen rund um gute (Web-)Texte und liefert wertvolle Anhaltspunkte.

Wenn Du Fragen hast, die Deinen eigenen Online-Auftritt betreffen, schicke mir gerne eine Nachricht oder melde Dich für ein kostenloses Erstgespräch an!

Welche Erfahrungen hast Du bis jetzt mit dem Webtexten? Wo liegen Deine Hürden? Schreibe es mir gerne in die Kommentare!

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