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Duzen oder Siezen? Kundenansprache auf Website & Blog

Duzen oder Siezen – wie sprichst Du InteressentInnen und Kunden online richtig an? Per Sie? Per Du? Oder neutral? Und nach welchen Kriterien triffst Du diese Entscheidung für Deine Website und Deinen Business Blog? Ich zeige Dir, welche Richtlinien für Dich Sinn machen, damit Du Dich in Deiner Kundenansprache sicher fühlst.

Du oder Sie, das ist die Frage. Ist Dir das Du zu informell? Das Sie zu „alt“? Was ist die passende und akzeptierte Kundenansprache für eine Website und einen Business Blog? Und was machst Du, wenn Du mit Social Media, Blog, Website und Newsletter mehrere Kanäle bedienst?

Diese Frage steht immer ganz zu Beginn im Raum, wenn ich für jemanden eine neue Website texte oder für einen Relaunch mit neuen Websitetexten befülle. Und auch in meinen Text-Coachings ist “Duzen oder Siezen” eine der Top-Fragen. Die meisten meiner Interessentinnen und KundInnen wünschen sich dazu einen fachlichen Rat.

Und da gibt es ganz klare Entscheidungskriterien, wie Du für Dein Business einfach die ideale Lösung findest. Wie Du das machst, zeige ich Dir jetzt.

Duzen oder siezen auf Website und Blog

Beantworte Dir selbst diese 3 Fragen – und schon weißt Du, ob Du oder Sie die richtige Kundenansprache für Dich auf Deiner Business Website und Deinem Blog ist.

1. Branche & Wunschkunde

In welchem Job bist Du – und noch wichtiger: Wer sind Deine Kunden? In vielen Unternehmen ist das „Du“ sehr gängig, sowohl intern als auch im Umgang mit externen Partnern und Kunden. Arbeitest Du jedoch als Arzt oder Psychologin, so wird das „Sie“ in der offiziellen Online-Kommunikation wohl unumgänglich sein. 

Bist Du Grafikdesigner oder Ernährungsberater? Dann kannst Du die Entscheidung anhand Deiner Zielgruppe treffen: Wer ist Dein Wunschkunde? In welchem Lifestyle bewegt sich diese Person? Wie alt ist er oder sie? Wie modern oder traditionell in seinen Umgangsformen und im Umgang mit dem Internet? Sicher kennst Du die gängige Anrede in Deiner Zielgruppe. Darauf basiert Deine Entscheidung.

Du bedienst verschiedene Kundensegmente? Dann halte Dich am besten an die folgenden Regeln.

2. Wo bist Du unterwegs?

Das meine ich einerseits lokal. Denn oft gibt es in ländlicheren Gebieten ein „natürliches Du“, während in der Stadt alle automatisch miteinander per Sie sind. Wenn Du ein lokales Business hast, wäre es komplett widersinnig, sich nicht dem lokalen Usus anzupassen.

Aber auch: Auf welchen Kommunikationskanälen bist Du präsent? Hast Du Printunterlagen wie einen Prospekt? Welche Social Media-Auftritte? Website und/oder Blog? Wenn Du auf mehreren Kanälen kommunizierst, machst Du es Dir einfacher, wenn Du das Du oder Sie überall durchziehst. Denn sinnvollerweise wirst Du häufig die gleichen Inhalte auf mehreren Kanälen teilen – und dann müsstest Du jedes Mal umdenken und alle Texte umschreiben. Außerdem wird Deine Positionierung immer einen Rest an Unschärfe behalten, wenn Du auf einem Medium per Sie und auf dem anderen per Du mit Interessenten, Lesern und KundInnen bist.

3. Wer bist DU?

Komplexer wird die Entscheidung, wenn Du Angebote für verschiedene Kundengruppen hast. Das ist auch in meinem Business der Fall: Ich schreibe sowohl Website-Texte und Blogartikel für (kleine bis große) Unternehmen, als auch für Selbstständige. Und auch meine Textcoachings richten sich an Kunden aus diesen beiden Gruppen. Dazu arbeite ich noch branchenoffen, sodass ich auch hieraus keine Regel für mich selbst ableiten konnte, als ich vor knapp vier Jahren meine neue Website gelauncht habe.

Und da stellte sich aus meiner Sicht die wichtigste Frage überhaupt. Denn um sich in diesem Fall für die richtige Kundenansprache zu entscheiden, musst Du Deine Positionierung glasklar vor Augen haben. Anders gesagt: Wer bist DU? Wer möchtest Du auf Deiner Website oder Deinem Blog für die anderen sein? Wie willst Du Interessenten, potenziellen KundInnen, Partnern und LeserInnen begegnen? Was ist das Ziel Deiner Website: Lassen sich Vertrauensaufbau und Seriosität in Deiner Branche und für Deine Zielgruppe mit dem „Du“ vereinbaren? Und ist es für Dich persönlich und Dein Business, Deine Unternehmensmarke authentisch?

Aus Erfahrung kann ich Dir sagen: Ich habe damals mit etwas Herzklopfen das „Du“ gewählt. Und es seither nie bereut. Denn das Schöne an der Kommunikation ist: Sie funktioniert in beide Richtungen. Ein Interessent kann gleichzeitig auf Deiner per „Du“ getexteten Website Vertrauen zu Dir fassen – und dennoch mit Dir im persönlichen Kontakt beim „Sie“ bleiben, wenn das für ihn besser passt. Du hast also nichts zu verlieren. Bei sehr vielen Menschen erleichtert jedoch das „Du“ die direkte Kommunikation von Anfang an, man spürt die persönliche Resonanz besser und arbeitet häufig einfacher und erfolgreicher zusammen.

Vermeide diese 2 Kundenansprache-Fehler

 

Wechsle nicht die Ansprache

Wenn Du Dich einmal für das Siezen oder Duzen entschieden hast, dann bleib dabei. Der Wechsel zwischen „Sie“ und „Du“ auf Deiner Website und Deinem Blog stört den Lesefluss und die Professionalität Deines Auftritts.

 

Keine Mehrzahl

Die gleichzeitige Ansprache mehrerer Personen mit „Ihr“ oder „Euch“ funktioniert in der Online-Welt nicht. Dein Leser oder Deine Userin sitzt in der Regel allein vor dem Bildschirm, wenn er oder sie Deinen Content konsumiert. Und: Das „Du“ bewirkt, dass man sich persönlich angesprochen fühlt. Bei „Ihr“ klappt das nicht. Das gilt übrigens auch für E-Mail-Marketing und Newsletter.

 

 

Fazit: Bleib Dir selbst treu!

Wenn Du vor der Entscheidung stehst, ob Du Deine Website oder Deinen Blog in Du-Form oder Sie-Form betreiben sollst: Orientiere Dich an Deiner Branche, Deinen WunschkundInnen und an DIR! So wie Du in die digitale Welt hinausrufst, kommt es meist auch zurück. Egal, ob Du Deine Interessenten duzt oder siezt – wenn Du authentisch kommunizierst, wirst Du die entsprechend passenden KundInnen für Dich und Dein Business anziehen.

 

Wie sind Deine Erfahrungen mit Duzen oder Siezen? Schreib es mir in die Kommentare! 

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